Aufbau
einer Soundkarte
Die
Technik der Soundkarten hat sich im Laufe der Jahre nur wenig geändert.
Prinzipiell sind Soundkarten durch folgende Merkmale
gekennzeichnet [1]:

Bild1.1:
prinzipieller Aufbau einer Soundkarte (Quelle: [1])
In
Bild 1.1 wird der vereinfachte Aufbau einer üblichen Soundkarte
dargestellt.
Ein Bus-Interface verbindet die Karte mit dem
Computerbus. Zur Verarbeitung
von Musik gibt es zwei Möglichkeiten:
Entweder liegt die Musik in Form von
MIDI-Daten vor oder sie ist
gesampelt. MIDI speichert lediglich Informationen
über Tonhöhe,
Anschlagstärke, Instrument etc., wobei die Klänge vom Synthe-
sizer-Chip generiert werden.
Bei
gesampelten Musikdaten wird das ursprüngliche Signal mehrere
tausend Mal
pro Sekunde vom Analog/Digital (A/D)-Wandler (engl.:
CODEC: Coder/Decoder)
abgetastet. Diese digitalen Informationen
werden bei der Musikwiedergabe vom
Digital/Analog (D/A)-Wandler
wieder in analoge Signale zurückgewandelt. Mit Hilfe
der Ein- und
Ausgänge werden Audio-Daten mit der Umwelt ausgetauscht. Über
den Line-In Eingang gelangen analoge Audiosignale in Form eines
Wechselstroms
zum A/D-Wandler-Chip. Der Line-Out Ausgang liefert
das verstärkte analoge Aus-
gangssignal nach der digitalen
Umsetzung durch den D/A-Wandler.
Einsatzgebiete
für Soundkarten
Die
Soundkarte wird hauptsächlich genutzt für das Abspielen von
Audio-CDs,
Computerspiele und Systemklänge. Des Weiteren kann mit
leistungsfähiger Hard-
ware eigene Musik produziert, aufgenommen,
bearbeitet oder z.B. Filme vertont
werden. Für professionelle
Anwendungen werden Soundkarten auch in Tonstudios
eingesetzt.
Zusätzlich
können Teilkomponenten der Soundkarte auch dort eingesetzt
werden,
wo analoge Signale in digitale Informationen umzusetzen
sind, d.h. die Soundkarte
wird als A/D- bzw. D/A-Wandler Karte
genutzt. Praktiziert wird dies z.B. zur Um-
setzung von
Physikexperimenten im Weiterbildungszentrum Bern. Firmen wie z.B.
Mahrenholtz+Partner bieten Software zur Ansteuerung der Karten an,
um diese als
Messkarten nutzen zu können.
Im
Rahmen dieses Projektes wurde ein Modul (DAQ-Box) entwickelt, mit
dem perio-
dische und nichtperiodische Messsignale in einem
Spannungsintervall von ± 10 Volt
erfasst und ausgegeben werden können.
Dadurch kann die Soundkarte unter Ver-
wendung der Software LabVIEW™
zum Messen, Steuern und Regeln genutzt werden
und eröffnet dem
Benutzer dadurch viele neue Anwendungsmöglichkeiten. Besonders
in
Kombination mit einem tragbaren Computer stellt dieses Messmodul
ein wirkliche
Alternative dar, da diese Rechner nicht mit
Messkarten ausgerüstet werden können,
aber standardmäßig über
eine integrierte Soundkarte verfügen.
Literaturhinweis
[1]
Dembowski, K., Soundkarten, München, Wien: Carl Hanser
Verlag, 1996.
-ISBN: 3-446-18711-1
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